Die Gemeinde fördert Klimaschutzmaßnahmen

Pressemitteilung, 19.08.2026

 

Gemeinsam vorsorgen: Gemeinde Veitshöchheim fördert Maßnahmen zu Klimaschutz und Klimaanpassung
 

Begrünte Dächer und Fassaden, Regenwasser speichern oder versickern lassen und wertvolle Blühflächen schaffen: Die Gemeinde Veitshöchheim unterstützt Bürgerinnen und Bürger dabei, das eigene Zuhause und den Ort fit für die Herausforderungen des Klimawandels zu machen.

Der Klimawandel ist längst auch vor Ort spürbar: Heiße Sommertage, längere Trockenperioden und Starkregenereignisse stellen alle vor neue Herausforderungen. Neben den Maßnahmen der Gemeinde kann auch jeder Einzelne im Privaten einen Beitrag leisten. Deshalb bietet die Gemeinde Veitshöchheim bereits seit mehreren Jahren verschiedene Förderprogramme an, mit denen Maßnahmen zur Klimaanpassung und zum Schutz der natürlichen Ressourcen unterstützt werden.

„Klimaschutz und Klimaanpassung sind keine abstrakten Themen, die irgendwo anders stattfinden. Sie betreffen uns hier in Veitshöchheim ganz konkret“, erklärt Bürgermeister Jürgen Götz. „Mit unseren Förderprogrammen möchten wir deshalb nicht nur selbst aktiv sein, sondern auch unsere Bürgerinnen und Bürger dazu motivieren, auf dem eigenen privaten Grundstück etwas für die Zukunft zu tun.“

Grüne Dächer und Fassaden

Dach- und Fassadenbegrünungen sehen nicht nur schön aus. Sie können an heißen Tagen zur Kühlung beitragen, die Wohn- und Lebensqualität verbessern und gleichzeitig Lebensräume für Pflanzen und Tiere schaffen. Gerade extensive Dachbegrünungen sind dabei vergleichsweise pflegeleicht und kommen ohne regelmäßige Bewässerung aus.

Die Gemeinde Veitshöchheim fördert extensive Dachbegrünungen mit 50 Prozent der förderfähigen Kosten, maximal 40 Euro pro Quadratmeter bzw. 1.000 Euro je Förderantrag. Auch fassadengebundene Begrünung ohne erhöhten Bewässerungsaufwand werden mit 50 Prozent der förderfähigen Kosten bis maximal 1.000 Euro unterstützt. Für besonders innovative Projekte mit Vorbildcharakter kann darüber hinaus ein Innovationsbonus von bis zu 500 Euro gewährt werden.

„Eine begrünte Dachfläche kann gleichzeitig etwas gegen Hitze tun, Regenwasser zurückhalten und Lebensraum schaffen. Genau diese Kombination macht solche Maßnahmen für die Klimaanpassung besonders interessant“, sagt Klimaschutzmanager Jan Speth.

Regenwasser nutzen statt es einfach ablaufen zu lassen

Auch beim Umgang mit Regenwasser können Grundstückseigentümer einen wichtigen Beitrag leisten. Eine ausreichend große Regenwasserzisterne speichert Niederschläge und macht das Wasser beispielsweise für die Gartenbewässerung nutzbar. Anlagen zur Regenwasserversickerung sorgen dagegen dafür, dass Niederschlagswasser möglichst auf dem eigenen Grundstück in den Boden gelangt.

Damit kann Regenwasser bei Starkregenereignissen zurückgehalten und die kommunale Kanalisation entlastet werden. Gleichzeitig stehen in trockenen Zeiten gespeicherte Wasservorräte zur Verfügung und wertvolles Trinkwasser kann beispielsweise bei der Gartenbewässerung eingespart werden.

Die Gemeinde fördert Regenwasserzisternen ab einer Größe von 4.000 Litern sowie Anlagen zur Regenwasserversickerung mit 25 Prozent der förderfähigen Kosten, maximal 1.000 Euro je Förderantrag. Auch hier kann für besonders innovative und vorbildliche Projekte ein zusätzlicher Innovationsbonus von bis zu 250 Euro gewährt werden. Zusätzlich ist eine Befreiung von den Niederschlagswassergebühren möglich.

„Regenwasser ist eine Ressource, die wir stärker nutzen sollten. Wenn Wasser bei einem Starkregen nicht sofort vollständig in die Kanalisation läuft, sondern auf dem Grundstück gespeichert oder versickert werden kann, hilft das gleich an mehreren Stellen“, so Speth.

Blühflächen schaffen und Artenvielfalt fördern

Ein weiterer Baustein der kommunalen Unterstützung ist die Förderung von Blühstreifen. Blühende Flächen können Grundstücke ökologisch aufwerten, Insekten und anderen Tieren Nahrung und Lebensraum bieten und gleichzeitig für ein attraktiveres Ortsbild sorgen.

Damit wird deutlich: Klimaanpassung und der Schutz der Artenvielfalt gehen häufig Hand in Hand. Begrünte Flächen können zur Abkühlung beitragen, während vielfältige Bepflanzungen gleichzeitig wertvolle Lebensräume schaffen.

Jetzt informieren und Förderung beantragen

Wer eine Maßnahme plant, sollte sich frühzeitig bei der Gemeinde über die Rahmenbedingungen informieren. Wichtig: Der Förderantrag muss grundsätzlich vor Beginn der Maßnahme gestellt und bewilligt werden. Die Förderung erfolgt im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel; die Anträge werden grundsätzlich nach Eingang bearbeitet. Ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht nicht.

Die Förderprogramme und Antragsformulare sind auf der Internetseite der Gemeinde Veitshöchheim unter „Rathaus & Politik“ -> „Ortsrecht“ zu finden.

 

Bildunterschriften:

Mit gutem Beispiel voran: Für die Bewässerung der Außenanlage des Kuratiekindergartens hat die Gemeinde eine 10.000 Liter fassende Regenwasserzisterne eingebaut. Überschüssiges Regenwasser wird vor Ort versickert.

Clevere Kombination: Auf dem Dach des Anbaus wurde eine PV-Anlage mit einer extensiven Dachbegrünung kombiniert. Die Begrünung kühlt die Module, speichert Wasser und fördert die Artenvielfalt.